Der Vorstand der MIT Hohenlohe mit der Referentin Dr. Ines Eben von Racknitz
Der Vorstand der MIT Hohenlohe mit der Referentin Dr. Ines Eben von Racknitz

China-Vortrag bei MIT


Wie ein Land zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufgestiegen ist, das jahrzehntelang als schlafender Riese bezeichnet wurde, erfuhren die Hohenloher Mittelständler und zahlreiche Gäste bei einem Vortrag in der Sigloch‘schen Vinothek in Künzelsau, der vom Landtagsabgeordneten Arnulf von Eyb moderiert wurde. Der Vorsitzende der MIT im Hohenlohekreis, Helmut Sigloch, hatte die Räumlichkeiten für einen Vortrag von Doktor Ines Eben von Racknitz zur Verfügung gestellt.

    Eben von Racknitz lehrt als erste Nicht-Chinesin am Lehrstuhl für Chinesische Geschichte an der Universität Nanjing in China. Wachstum und Wandel in China vollzogen sich laut Dr. Eben von Racknitz seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

    Gab es davor etwa 50 Universitäten, so ist deren Zahl bis heute auf über 2100 gestiegen, Militär und Parteihochschulen nicht eingerechnet, in denen ca. 150 000 Professoren rund 25 Millionen Studenten unterrichten. Etwa fünf Prozent davon kann man als Eliteuniversitäten bezeichnen, die mit überdurchschnittlichen staatlichen Geld- und Sachmitteln ausgestattet sind. Die Studenten verfolgen unter einer in Europa nicht vorstellbaren Disziplin und Gehorsamkeit, Spötter bezeichnen es als Drill, einzig das Ziel des gesellschaftlichen Aufstiegs.

    Familien sind umfassend darin eingebunden und nehmen erhebliche Entbehrungen in Kauf, um einem Kind ein Studium zu ermöglichen. Im Studienbereich benachteiligt sind ländliche Regionen.

    Eine lebhafte Diskussion schloss sich dem Vortrag an, insbesondere durch China erfahrene Gäste.
                                                               Bericht erschienen am 26.10.2013
                                                               in der Hohenloher Zeitung

aktuelle Nachrichten