"Kostenlos heizen – ein Utopie?

 

Mehr als 20 MITler fanden sich zum MIT-Stammtisch am 10.10.2007 im Hotel Nicklass in Ingelfingen ein, um der Frage auf den Kern zu gehen, ob es möglich ist, mit der eigenen Heizung Geld zu verdienen. Über die Vermittlung unseres Mitgliedes Heinz Brettner, Öhringen, stellte Johann Degenbeck vom Zentralverband Deutscher Solarstromerzeuger e. V. die Möglichkeit dar, mittels eines Blockheizkraftwerkes nicht nur zu heizen, sondern darüber hinaus auch noch Geld zu verdienen. Es wurde natürlich schnell klar, dass es sich nicht um ein modernes Märchen handelt, jedoch unter gewissen Bedingungen eine lohnende Investition sein kann. Voraussetzung für das mit Rapsöl betriebene Kraftwerk ist zunächst eine Mindestgröße von 24 KW. Dies entspricht einem Jahresverbrauch von ca. 15.000 Liter Heizöl. Möglich wird dieses „technische Wunder“ dadurch, dass durch die Verbrennung des Öles Energie entsteht, die der Betreiber dieses Blockheizkraftwerkes in das normale Stromnetz einspeist und dafür über die nächsten 20 Jahre eine garantierte Einspeisevergütung erhält. Grundlage hierfür ist das EEG-Gesetz (Erneuerbare Energiegesetz). Mit der bei dem Betrieb eines solchen Blockheizkraftwerkes notwendig anfallenden Abwärme wird geheizt. Die Einspeisevergütung ins öffentliche Netz deckt nicht nur die Betriebskosten, sondern lässt – zumindest unter durchschnittlich zu erwartenden Gegebenheit – auch noch einen Ertrag erwarten. Interessant ist ab einer entsprechenden Dimensionierung der Anlage die Auseinandersetzung mit diesem Konzept für denjenigen Mittelständler, der entweder eine bestehende Anlage zu modernisieren hat oder gegebenen­falls durch Erweiterungen völlig neu planen kann. Der Referent wies darauf hin, dass eine Liefergarantie des in Rumänien erzeugten Rapsöles für fünf Jahre und eine Preisgarantie für 18 Monate gegeben werden könne. Wenn die sonstigen Bedingungen stimmen, die im Einzelfall natürlich im Vorfeld geprüft werden müssen, hat der Betrieb nicht nur – unterm Strich – eine kostenlose Beheizung, sondern möglicherweise darüber hinaus noch einen finanziellen Rückfluss. Interessant dabei ist, dass eine solche Anlage auch geleast werden kann, somit keine große Betriebsmittelbindung notwendig sein muss. Das MIT-Vorstandsmitglied Günther Schmöller führte in den Abend ein und dankte dem Referenten für seinen Beitrag. Interessenten wenden sich bitte an Heinz Brettner, Öhringen, Tel.: 07941/33621.

 

Arnulf Freiherr von Eyb“

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