MIT-Stammtisch fulminant gestartet
besser hätte die neue MIT-Aktion nicht starten können. Zum ersten MIT-Stammtisch, der an jedem ersten Dienstag des Monats im Anne-Sophie Haus in Künzelsau stattfinden soll, Ausnahme die Monate August und September, waren so viele Anmeldungen eingegangen, dass das Hotel kurzfristig von der Bibliothek in den Gewölbekeller umdisponieren musste. Stefan Bauer, Geschäftsführender Gesellschafter der Distelhäuser Brauerei war zu Gast. Nach seiner vielleicht knapp halbstündigen Darstellung des streng auf die Region zugeschnittenen unternehmerischen Konzeptes der Distelhäuser Brauerei war allen Mitgliedern und Gästen klar, dass ein innovativer Unternehmer das Wort hatte, der sich energisch und mit Begeisterung für sein Unternehmen und damit die Region stark macht. Dem Diplom-Braumeister Stefan Bauer war anzumerken, dass er davon überzeugt ist, dass die Zukunft seines Unternehmens nur gesichert werden kann, wenn das Konzept der strengen Regionalität beibehalten wird. Regionalität bedeute ein kompromissloses Bekenntnis zur Region. Man vertreibe nur in der Region, man kaufe aber auch nur in der Region ein. Nicht der Regionaleinkauf als solcher sei aber allein entscheidend, man verlange auch, dass der regionale Partner wiederum regional einkauft, um dadurch die notwendige Frische garantieren zu können. Man habe eine Regionalbilanz erstellen lassen, die sehr interessante Erkenntnisse gebracht habe, die die Firma in ihrer Einstellung bestärkt habe. Dies allein genüge aber nicht. Nötig sei, dass man permanent nach Informationen strebe und ständig Informationen gebe, das man in der Region den Dialog suche, weshalb er sich auch gerade über die Einladung der Mittelstandsvereinigung außerordentlich gefreut habe. Konzepte muss man aber nicht nur haben, sondern über diese auch sprechen. Der Verbraucher müsse erkennen, dass ein hiesiges Produkt, welches solchen Anforderungen gerecht werden muss, nicht verglichen werden kann mit einem Massenprodukt. Oftmals sehe es nur so aus, als ob gleiche Qualität geliefert werden würde. Ein genaues Hinschauen würde die Unterschiede aber rasch offenbaren. Als Distelhäuser Brauerei wolle man Entscheidungen im Hause treffen können und sei deshalb stolz darauf, nicht von der Ferne gelenkt zu werden. Skeptisch stünde er allen „Weitweg – Entscheidern“ gegenüber, die ohne Rücksicht auf regionale Besonderheiten entscheiden wollten. Um dieses alles umzusetzen, gehe man auch im Hause der Distelhäuser Brauerei neue Wege, so sei im Jahr 2004 „Bauer`s Brotzeit“ ins Leben gerufen worden. Gut, geschmackvoll und hoch qualitativ solle es sein. Käse, Wild, Fleisch und anderes und dies alles aus der Region. Das Konzept scheint angenommen zu werden. Stolz sei man natürlich auch auf eine Reihe von errungenen Goldmedaillen für herausragendes Bier. Ein vorläufiger Höhepunkt sei mit der Auszeichnung „Bier des Jahres 2005“ durch den deutschen Bierclub erreicht worden.
In seinen Dankesworten für den verhinderten Vorsitzenden Honorarkonsul Prof. Helmut Sigloch, dankte Vorstandsmitglied Arnulf von Eyb dem Gast für dessen Einblicke in die Verhältnisse der Distelhäuser Brauerei. Man habe sich für den ersten Abend des MIT-Stammtisches keinen besseren Referenten wünschen können. Nach einer Fragerunde wurde noch lange zusammen gesessen, diskutiert, Kontakte geknüpft, Kontakte vertieft und alle Beteiligten waren sich darin einig, dass es richtig war, diesen Abend nicht anderweitig zu verplanen. Der Auftakt ist also gemacht.
Arnulf Freiherr von Eyb